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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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darstcllen und beleben wollte, suche in ihr den Stand-punkt, seine Laufbahn, sein Ziel, dann siehe, wieer seinen Lauf nahm, wie schwer oder leicht er ihnvollendet,"

Doch die Stelle mit alle dem weitern, kanndem aufmerksamen jungen Leser nicht entgehen. Nurmag er eben so gut dessen eingedenk bleiben, wasHerder so nachdrücklich an andern Stellen von derNotbwc-ndigkeit der Sprachkenntniß cinpragt; z. B.in den Bemühungen des v e r g ang n cn I ah r-hunderts in der Kritik. Adrastea kX. (V. St.i.) x. 2r.Die sogenannte höhere Kritik ist nurdie geistigere, feinere; ohne die wörtliche findet sienicht stakt; ohne den zcitmaßigen örtlichen Verstandder Worte gehet sie sogar in der Irre und träumet;beide vereint, sind Seele und Körper."

Woraus von sich selbst erhellt, daß er sich hiermit einem männlichwcisen Jüngling unterhalt, derder Sprache seines Autors kundig und mächtig sey,der die Schale bereits durchbrochen habe, um zudem Kern zu gelangen. Also mit einem hierzu vor-bereiteten sich über die poetische Kunst und Anord-nung der Oden, den Geist, die Grazie, die Gesin-nungen und den Charakter des Autors zu unterhal-ten , den Jüngling aufmerksam zu machen, wie erdie schöne Lebensweisheit, Grazie und edlen Gesin-nungen des Horaz selbst aufsuchen, fühlen und sich