Vorrede des Herausgebers.
Unter den Aufsätzen zur Römischen Literaturtreffen wir aus den Genius unscrs Herders beimHoraz. Er hat uns einige Uebersetzungcn von Ser-monen und Oden, und seine Belehrungen über denHoraz, hinterlasscn; dankbar werden, zumal jün-gere Leser, dieses Geschenk genießen. Weise sindseine Lehren; ,,jede Ode, sagte er, ist ein beseel-tes , sich bewegendes Gemälde; ein Ganzes mitAnfang, Mittel und Ende. Sey die Situation,die cs schildert, eine innere oder äußere; ohne die-sen Fortgang der Idee ist die Ode alles, was duwillst, nur kein Gesang, keine Ode. — In jederHorazischenOde also suche dir, mein Freund,die geistige Situation aus, die der Dichter