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Zur Philosophie und Geschichte Theil 15 (1820) Kalligone
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17. Vom Ideal

so konnten ibm einzelne Ideen, wenn sie auch die:schönsten waren, dazu nicht helfen; und setzte er sieungeschickt zusammen, so verfehlte er gewiß seinesEndzwecks. War aber das Ideal des Ganzen inihm fest, so wußte er, wozu ec sie wählte. Er ließjedem Charakter das Seine; und stellte aus ihnenseine Idee dar.

Daß es auch Thierideale gebe, wer könnte da-ran zweifeln? Tragt nicht jede Thiergattung ihrenCharakter ausgedrückt in ihrer Bildung, entschiedenein sich? Gab und giebt es nicht vielleicht mehrvollkommene Thier - als Menfchcnmahlcr? Nichttausend Löwen durfte der Künstler sehen und messen,der den Löwen zu Venedig oder im Eampidoqlio bil-dete ; Ein wackerer Löwe gnügte ihm. Er durch-schaute seine Natur, erfaßte seine Idee und bildetein ihm die Idee des Löwengeschlechts, den Monarchder Thiere.

5. Schlußfolgen.

Ist Ideal also das reine Verstandesbildder wesen haften Form einerSache, wasfolget ?

1 . Daß ihm nichts fremder, als das Nichts»die Formlosigkeit, nichts widriger als spielende Will-kühr oder jenes Gemisch von Eindrücken sey, die derPhantasie gleichsam am Boden geblieben. JedesBestreben nach dem Ideal geht auf das lautersteWesen des Dinges, ihm die bestimmteste Form zu