der menschlichen Seele.
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Der Nerve beweiset feiner, weis dort von denFibern des ReitzcS allgemein gesagt wurde, er ziekctsich zusammen oder tritt bervor nach Art des Ge-genstandes, der zu ihm gelanget. Jetzt wallet er ent-gegen , und die Spitzen seiner äußersten Büsche rich-ten sich empor. Die Zunge schmecket zum voraus:die Gcruchbüschlcin tkun sich auf, dem kommen-den Dufte: selbst Ohr und Auge offnen sich dem
Schall und dem Lichte, und insonderheit Key dengrobem Sinnen eilen die Lebensgeister mit Machtdazu, ihren neuen East zu empfangen. — Gegen-theils, wo Schmerz nahet, fleucht der Nerve undgraufet. Wir schauern zusammen bey einem äußerstdisbarmonischen Schalle: unsre Zunge widert bey
übelm Geschmack, wie der Geruch bey widrigemDufte. Das Ohr, sagt der Lateiner, entsetzet sichzu Horen, das Auge zu sehen; konnte sie, so schloßesich die Gefühlsknofpe, wie die Blume dem kaltenAbendhauche. Grausen, Schauer, Erbrechen, b>ydem Gerüche das Niesen, sind lauter solche Phäno-mene des A u r ü c k t r i tt s, des W i d e r st a n.des, der Stammung, als ein sanftes Hinwal-len und Zerschmelzen bey angenehmen Gegen-ständen U ebergang und Ucbcrgabe zeiget. ImGrunde sinds also noch jene Gesetze und Phäno-mene, die wir bei) jeder Reitzessiber bemerken, unddaß auch noch bey den geistigen Empfindungen desSchönen und des Erhabnen jenes GesetzStatt finde, daß jedes Gefühl des Erhabnen näm,lieh mit einem Zurück tritt auf sich, mit Selbst-gefühl, und jede Empfindung des Schönen mitHin wallen aus sich, mit Mitgefühl undMittheilung verbunden sey, hat der vortrcff-