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Zur Philosophie und Geschichte Theil 8 (1820) Seele und Gott
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I. Vom Erkennen und Empfinden

liche Verfasser einer sehr bekannten Abhandlung *)gut ausgcführt eine Theorie, über die ich ihn,ob sie gleich unter edlen Geschäften und Gesinnun-gen nur Spiel nur Erholung für ihn war, fastbeneide.

Vielleicht wird mir bald günstige Muße, Auf-sätze zu sammeln, die ich über die Empfindungsarteiniger einzelnen Sinne hingcworfen habe; hier ge-het mein Zweck nur aufs Allgemeine. Und be-merke, was ich dort bey dem Neitz und seinem Ge-genstände sagte, daß auch hier bey den Sinnen einMedium, ein gewisses geistiges Band Statt fin-de, ohne welches der Sinn weder zum Gegenstände,noch der Gegenstand zum Sinne innig gelangen könn-te, dem wir also bey allen sinnlichen Kenntnissentrauen, glauben müssen. Ohne Licht wäre unserAuge und unsre sehende Seelenkraft müßig, ohneSchall das Ohr leer: cs mußte also ein eignes Meergeschaffen werden, das in beyde Sinne fließe und dieGegenstände in dieselben bringe; oder mit andernWorten,das so viel von den Geschöpfenabreißt, als diese Pforte empfangenkann, alles Ucbrige, ihren ganzen un-denklichen Abgrund, ihnen aber las-set." Wunderbares Organ des Wesens, ln demAlles lebt und empfindet! Der Lichtstrahl ist feinWink, sein Finger oder Stab in unsre Seele: Schall^st sein Hauch, das wunderbare Wort seiner Geschö-pfe und Diener.

*) Burke Unteis. über den Ursprung unsrer Begriffevom Erhabnen und Schönen. Riga ,77^.