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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. Zr

nem Kaiser denkt, denke» wir uns nicht an demsel-ben ; was wir für Wirksamkeit und Frerheit desGeistes, für männliche Ehre und Schönheit desGeschlechts schätzen, denken sich jene weit anders.Die Eingeschlossenheit der Indischen Weiber wirdihnen nichr unerträglich; dcr leere Prunk eines Man-darinen wird jedem andern als ihm ein sebr kaltesSchauspül dünken. So ists mir allen Gewohn-heiten der vielgestaltigen menschlichen Form, ja mitallen Erscheinungen auf unsrer runden Erde. Wennunser Geschlecht bestimmt ist, aus dem ewigen Wegeeiner Asmnptote sich einem Punkt der Vollkommen-heit zu nal-ern, den es nicht kennt, und den esmit aller Tantalischen Mühe nie erreichet; ihr Si-msen und Japanesen, ihr Lanusss und Bramanen,so seyd ihr auf dieser Wallfahrt in einer ziemlich ruhi-gen Ecke des Fahrzeuges. Ihr laßt euch den uner-reichbaren Punkt nicht kümmern ,, und bleibt, wie ihrvor Jahrtausenden wäret.

7. Tröstend ists für den Forscher der Mensch-heit, wenn er bemerkt, daß die Natur bey allenUebcln, die sic ihrem Menschengeschlecht zuthcilte,in keiner Organisation den Balsam vergaß, der ihmseine Wundcn wenigstens lindert. Dcr AsiatischeDespotismus, diese beschwerliche Last der Mensch-heit, findet nur bey Nationen Statt, die ihn tragenwollen, d. i. die seine drückende Schwere minderfühlen. Mit Ergebung erwartet dcr Indier seinSchicksal, wenn in der ärgsten Hungersnoch seinenabgezehrten Körper schon der Hund verfolgt, demer sinkend zur Speise werden wird; er stützet sichan, damit er stehend sterbe, und geduldig wartendsicht ihm der Hund ins blass« Todesantlitz i eine

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