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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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wohin die unruhige» Spitzbuben nicht kämen? Wo ist der See,oder auch npr der Hirschteich, den die Lumpenhunde nicht anf-spnrcn; und sobald sie ihn gesunde», so färbe» sie auch ganz ge-wiß früher oder später sein Wasser mit Blut."

Ich höre allerdings nirgends ihr gutes Lob, Freund Hnrry,obgleich eS bis jetzt noch nie mein Schicksal war, ihnen oder ir-gend einem andern Sterblichen ans dem Kriegspfad zu begegnen.Ich glaube gern, daß ei» so anmnthiger Platz, wie dieser, vonsolchen Plünderern schwerlich würde übersehen werden; denn ob-schon ich selbst noch nicht im Falle gewesen, mit diesen StämmenStreit zu haben, geben mir doch die Delaware» solche Berichteüber sie, daß ich sie bei mir selbst so ziemlich als Nichtswürdigedurch »nd durch an sehe."

Das könnt Ihr mit gutem Gewissen thnn, oder, was dasbetrifft, jeden andern Wilden, dem Ihr etwa begegnet."

Hiegcgen verwahrte sich Wildtödter, und während sie de» Seeentlang ruderten, entspann sich eine hitzige Erörterung über diebeiderseitigen Verdienste der Bleichgesichter und der Rothhäute.Hurry hatte alle Vornrtheile und Antipathien eines weißen Jägers,der in der Regel den Indianer als eine Art von natürlichem Neben-buhler, und nicht selten als einen natürlichen Feind betrachtet. Wiesich von selbst versteht, war er laut, schreiend, keck behauptend, ohnesich viel aus Beweise einznlaffen. Wildtödter dagegen zeigte eineganz andere Sinnes- und Gemüthsart; er bewies durch seine ge-mäßigte Sprache die Redlichkeit seiner Gesinnung, und durch dieEinfachheit seiner Unterscheidungen zeigte er, daß er alle Geneigt-heit besaß, Vernunft zu hören »nd anzunehmcn, ein lebhaftes,angebornes Verlange», gerecht zu sein, und eine aufrichtige Red-lichkeit, die es gänzlich verschmähte, zu Sophismen zu greife», umeine Behauptung oder ein Vorurthcil zu vertheidigen. Doch warer nicht gänzlich frei von der Herrschaft des letzter». Dieser Tyranndes menschlichen Geistes, der ans tausend Zugängen sich ans seine