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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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Du lieber Gott!" murmelte Barnstable etwas leisedasheißt ja förmlich blind drauf losgesegelt, und Alles das fiir Nichtsund wieder Nichts! verdammt! da hilft ja das Augenlichtheute Nacht eben so wenig, als die Nase beim Bibellefeu."

Sachte, sachte, Mr. Barnstable," fiel ihm der Kapitän indie Rede denn ans beiden Fahrzeugen herrschte eine so ängst-liche Stille, daß selbst das Rasseln des Takelwerks ans demSchooner deutlich gehört wurde, während er in eine Wellenschluchthinnntertanchteder Auftrag, mit dem der Kongreß uns ans-gcsendet, muß selbst mit Gefahr unseres Lebens vollzogen werden."

Ich kümmere mich wenig um mein Leben, Kapitän Mnnson,"antwortete Barnstable;aber das heiße ich gewissenlos gehandelt,wenn man sich mit einem Fahrzeug in einen solchen Ort hinein-wagen soll. Doch jetzt ist's Zeit zu Handel» »nd nicht zuschwatzen. Aber sagt mir, Sir, wenn selbst einer leichten Was-sertracht so große Gefahr droht, was soll dann ans der Fregattewerden? Soll ich da nicht lieber den Schakal machen, und sorg-sam für Euch die Fährte anfspnren?"

Ich dank' Euch," antwortete der Lootse;Euer Anerbietenist grvßmnthig, würde uns aber nichts nutzen. Ich besitze denVortheil einer vollkommenen Kenntniß von Grund und Boden,und muß mich ans mein Gedächtnis; und ans die Gnade Gottesverlassen. Nieder mit den Segeln, Sir, und frisch darauf los;wen» Ihr dnrchkommt, dann wollen auch wir zu lichtenwagen."

Rasch wurde der Befehl vollzogen, und alsbald war derAriel mit Segeln bedeckt. Ans dem Deck der Fregatte ließ sichzwar immer noch kein Lüftchen spüren, der kleine Schooner aberwar so leicht, daß es ihm wirklich gelang, mit Hilfe des schwa-chen Windes sich Bahn durch die steigenden Wellen zu brechen.Wenige Minuten nachher war ein niederer Rumpf gerade nochin dem Lichtstreifen am Horizonte sichtbar; die schwarzen Umrisse