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5 (1853) Der Lootse : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
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seiner Segel stiegen gegen den Himmel empor, bis ihre phanta-stischen Spipen sich in dem Schatten der Wolken verloren.

Griffith hatte gleich den übrigen jüngeren Offizieren der vorher-gehcndcn Unterrednng in tiefem Schweigen zngehört; als der Arielaber immer undeutlicher vor seinem Blicke zu verschwimmen begann,sprang er hastig von seiner Kanone auf das Deck und rief:

Der Schooncr läuft dahin wie ein Schiff, das vom Stapelkommt! darf iesi jeht den Anker lichten und ihm folgen, Sir?"

Wir haben keine Wahl," antwortete sei» Kapitän.Ihr habtdie Frage gehört, Mr. Gray? sollen wir den Anker fahren lassen?"

Es mns; sein, Kapitän Mnnson," entgegnete der Lootse;doch brauchen wir einen stärkeren Luftzug, als diesen Rest voneinem Landwind, um eine sichere Stelle zu erreichen, und ichgäbe fünf Jahre von meinem Leben, obgleich es, wie ich wohlweiß, nur kurz sein wird wenn die Fregatte eine Meile see-wärts läge."

Diese Bemerkung wurde von Niemand als dem Kapitän derFregatte gehört, der abermals mit dem Lootsen bei Seite trat,und die frühere gcheimnißvolle Unterrednng auf's Nene begann.

Griffith indessen hatte kaum die billigende Antwort des Lootsenvernommen, als auch sogleich der Befehl: ,Anker ans'! durch seinSprachrohr gehört wurde. Wieder hörte man die Pfeife ihrStückchen spielen, und darauf folgte der regelmäßige Tritt derMänner am Gangspill. Während der Anker ans der Tiefe ge-wunden ward, wurden auch die Segel von den Naaen losgebnn-den und dem Spiele des Windes preisgegcben. Das Sprachrohrdes ersten Lieutenants donnerte Befehle auf Befehle, welche allemit der Schnelligkeit des Gedankens vollzogen wurden. Auf jederNaae sah man bei dem matten Lichte des Himmels Matrosenausgcstreckt, welche gleichsam in der Luft zu hängen schienen,während seltsames Geschrei ans allen Theilen des Takelwerks undvon jeder Spiere des Schiffes wiedertönte.