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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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278
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Orpheus, Per Prophet und Gesetzgeber undErfinder des griechischen Alterthums welch einWundcrmann! Genau eben derselbe, als der ägyp-tische Hermes. Eben dieselben Prädikate, Schrif-ten und Erfindungen, die man jenem zuschreibt: dieBuck, staben, die Musik, die Leyer mit sie-ben Saiten, die Naturkunde, Magie undWeissagung, die Astrologie und Welten-kenntniß, insonderheit aber Theologie, Poe-sie und Gesetzgebung alles findet sich beiOrpheus wieder. *)

Wie's also jenem ging, mußte es diesem ge-hen! Fabel, Mabrchen, Unding wobei es dochimmer nicht zu vereinigen blieb, wie das ganze all-weite Allerthum des Mährchens so voll seyn konnte?woher sieben Nationen und Sprachen Ein Mähr-chen und im Grunde genau dasselbe mit andernNamen erzählen ? und wo denn , auf wahre Aus-flüsse dieses Mährchens, die man doch nicht läug-nen konnte, gerechnet, Wahrheit anfange und Lügeaufhöre? Ueber alle die Fragen ein großer La-byrinthfußstapfcn in Nacht und Nebel meine Ei-ne kleine Fackel zeigt den ganzen Weg.

Sey nämlich Orpheus gewesen, was er will;all' seine Werke, Schriften, Titel, Stiftungen undLegenden kennen wir schon: sic sind nichts als Nac h-

*) Der Kürze halben verweise ich aufFabric. (Libl.6r. 1 . I. u. 1. Lax. 18 ) Eschenbachs

Lylg. 8. <1e poesl Oryb. von Anfang zu Ende,und Geßn. prol. sck Orpd.