des Menschengeschlechts. 27g
klänge barbarischer, thracischer, griechischer Echovon den Geheimnissen Asiens und Aegyptens, vonder ersten Urstiflung der Welt. Ich dich-te, mein Leser, nichts: ich darf nichts hypothesiren;schlage Alles auf, was du von ihm weißt; vorauswars ein Wald, woraus nur die verwirrteste, zer-rissenste, unerklärliche Echo schallte: siehe diese Schriftan, und du kannst dir die zerrissenste Sylbe derEcho erklären.
Orpheus Hymnen: die aufgefangencn, zu-gekleidetcn Sangweisen, die wir haben, was sindsie, bis auf ihre gesammtc Zahl anders, als zer-stückle Glieder des Urgesangs aller We-sen: reiche Glossen und Varianten eines Schöpfungs-vorbildes voll Gottheit und Kräfte: verworfene, ge-heiligte, balsamirte Gebeine des lebendigen Dichters,der Himmel und Erde gemacht hat. Nicht bloß,daß wir in den simpelsten und ältesten Vorstellungs-arten, die wir etwa, gesondert, erkennen können,Wort für Wort, Titel für Titel die älteste ägypti-sche und asiatische Kosmogonie wieder finden: wirfinden sie darin auch auf die simpelste Weise. NurEin Titel, Ein Name, der Bild, heilige Sym-bole und Hieroglyphe ist: und dann nichts als Bei-namen, harte, allumfassende Attribute! Kräfteder Natur, die, wie die Wasser Hebrus vom Ge-birg', aus seiner mächtigen Leyer tönen. — Frei-lich alles nur spate, in Litanei- und Hexameterformgebrachte Stimmen: aber wer sie mit Geist der äl-testen Aegyptcrsymbole zusammenrückte, fühlte, sim-plisicirte, im Ursprung erklärte, erste Form undKraft in dunkler Ferne zu athmen gäbe — wasthäte er für ein Werk!