Aelteste Urkunde
Stein zu sehn, ihn klingen zu hören; haben ihngehört, mehr als einmal! ihn mit herrlichen Zu-schriften beschenkt u. s. w.
Und was klang er? Mit offenem Munde einOrakel in sieben Lauten. Und die siebenLaute waren eben jenes bekannte magische Geheim-nis, was Gott in sieben Lauten pries! Und derStein pries es, wie die Priester: mit Zitter- oderLeierschall.
Und was war dies Geheimnis? Hier steht allesstill. Da raisonnirt Einer über Lüge, Pcicsterbc-trug, Aberglaube! der andere: „es warOsyman-dias! Sefostris!" der dritte: „es war eine„Klangmaschine: die Priester schlugen an den Fels:„sein Gesas nur klang und nicht sein Mund!"Alles gut und ungehörig; was war die Säule imSinn Aegyptens? was wollten sie mit ihr und ihrerTradition und ihrem Klange und ihrem Ruhm undder Bereitung auf dies Orakel? Da schweigt Al-les! und da ist, nach dem, was bisher entwickeltworden, die Bedeutung offenbar.
Memnon, ein Sohn der Morgenröthe unddie Morgenrökhe grüßend. Dem Namen nach Denk-mal, tönender Stein. Der Gestalt nach,Wenns insonderheit die angegebene Statue ist, ge-rade sitzend, mit angeschlagenen Händen undFüßen: also in der heiligen Bedeutungsstellung.Dem Vaterlande nach Acthiopier, (Indier, Asiate,)nur nach Aegypten kommen. Sein Stein klingt— ein Orakel in sieben heiligen Lauten,die wir schon als Sinnbild des Welt- und Schö-