Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

Aelteste Urkunde

146

so er selber jedermann Leben und Othern gicbt.Meinest du auch, daß Gott auf Erden wohne?Siehe! der Himmel und aller Himmel Himmelmögen ihn nicht versorgen! Der Himmel ist seinStuhl und die Erde seiner Füße Schemel!" Owäre die Zeit dieser anschauenden Gottes-Reli-gion, mit Kind und Volk'(und wer hat sonstReligion ?) wieder da!

* * *

Jndeß mußte die Andacht des Menschen täg-licher Gottesdienst seyn: war sein Werk! seinWesen! ihm in Herz und Seele eingegraben erja selbst das leibhafte Gcltesbild im großen Tem-pel der Welt, den Gottes Hauch, Rathschluß undKraft beseelte was war also diese Absonderung,Heiligung und Segnung des Siebenten nolhig? Eswäre schlecht, wenn mit Allem, was ich gezeigt,der Leser lstec noch in Wüste wäre: es war Tagder Lehre, deS positiven UnterrichtsGottes, an dem alle Bildung undGlück-scligkcit der Menschen hi eng. Ihr Dei-sten, die ihr Jahrtausende durch von einer bloß na-türlichen Religion Gottes, ohne positives Gesetz:ihr Philosophen, die immer ihre Naiuroffenbarung,einer andern entgegen gesetzt, beschwatzen, betrödelnund beweisen! Ihr weisen Politiker endlich, die'snicht genug auszahlen können, was, seitdem posi-tive Religion, das Priestergespinnst, Priesterbetrugund Tyrannei in der Welt ist für Unglück, Un-heil und Unfug entstanden kommt her und seht,daß nie natürliche ohne positive Religion,nie Philosophie und Deismus ohne Offenbarung