des Menschengeschlechts. i§5
rmd die ganze Schöpfung: langweilet und vereckeltGebet und Religion: verwüstet die Seele nu einemhohlen Kruge, in dem Zeitlebens ein feierliches,vielleicht grauliches Nichts schallet! Wir nennendie Zustande geistlich, spirituell: ob aber
etwas ungeistiger, gcistverwüstender seyn könnte?Opium der Seele, und sie träumt nicht einmallieblich!
Erster heiliger Sabbatb Gottes —.welch andere Andacht und Religion! Gott in derNatur zu sehen: schaffend, wirkend! —Nicht in mystischen Gefühlen sich mittheilend —dunkel — traurig — in der ganzen heitern Naturallsegnend. Sprach und es ward! machte und esward glücklich! ohne alle Ringungen und Zwischen-kampfe. Menschheit! kein ödes Predigtwesen meta-physischer Gedanken, unbestimmter Pflichten — BildGottes zu walten, welch anderer Religionsgeist'webtin dieser Zeit! hier in dem großen Tempel Gottes,Natur, Himmel und Erde! voll freudigmuthigcrGlückseligkeit regender Geschöpfe — da ist Gott!da wollen wir
— anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn,der uns gemacht hat;
Er ist der Herr und wir das Bolk seiner Hand!
Glückselige Schaafe seiner Weide!
„Gott, der die Welt gemacht hat und alles was„darinnen ist, sintemal er ein Herr ist Himmels„und der Erden, wohnet er nicht in Tempeln mit„Händen gemacht: Sein wird auch nicht gepflegct„von Menschenhänden, als der Jemands bedürfte,Herders Werke». Rel. u. Theot. V, K