des Menschengeschlechts. n3
und Einrichtung der Gesellschaft, zur Kultur! dennworin besteht diese, als in Aussparung und Anwen-dung der Kräfte, Fleiß und Ruhe, Zahl und Ord-nung der Tage des Lebens — also mit einigen Pau-sen der Erholung ein ewiger Frohnddienst! —
Ich würde alles das mit sagen, wenn nicht bei-nahe jedes dieser Worte und Zwecke in unfern poli-tisch-ökonomischen Zeiten so entweihet und mißbrauchtwäre. Was wir jetzt bürgerliche Weisheit,Ordnung und Einrichtung der Gesell-schaft, Aussparung und Anwendung derKräfte, Ealcnl der Menschen und ihrerTage, Kultur nennen und oft vielleicht am be-sten Frohnddienst genannt werden könnte —wozu wir alsdenn die Anwendung der Neligionsidccn— den nützlichen Trug! so gelegen und selbst unserVoltaire und * * * so unentbehrlich finden, daß ge-genwärtig fast alles Prediqtamt und Wort Gottes,als ein politisches Tauschungs- und Trostschaarwerkdahin selbst von Theologen angespannet ward — we-he! wenn die älteste Offenbarung und ihreerste Verfassung und Ueberlicferung einen solchen, immindesten einen solchen Zweck gehabt hätte — dasmenschliche Geschlecht durch Vorstellungen von Gott,seinem Befehl und Vorbilde zum Lastvieh zu be-trügen und hinabzujochen — wehe!
Wie frei und froh athmct Alles in unsererUrkunde! Herrschen, Walten, Leben, Wirken, Ge-nießen, Gott der Erde seyn — das ist Menschen-Thun und Wesen.
Wo sind hier noch Befehle zum sklavischen Acker-Herders Werker, SM.»,. Theol. V. H