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Aelteste Urkunde
„Daselbst ruhen doch, die viel Mühe gehabthaben;
„Da haben mit einander Friede die Gefangenen,
„Hören nicht mehr die Stimme des Drängersu. s. w."
In dem Ton stimmen ihre Klagen, Seufzer undWünsche: ihr Haupt neigt sich wie eine Blume imSonnenstrahle des Tages.
So nothig, als eS da war, die keimeindcnSamenkörner von Unthatigkeit und Tragezu ersticken : so nöthig auf der andern Seite, durchHinsicht auf Ruhe und Sabbath zu ermunt-tcrn und zu frischen. Man sehe den Armenim Schweiß, im Joch seiner Tage
— Wie ein Knecht sich nach dem Schatten sehnen,
Wie ein Arbeiter, daß sein Tagwerk aus sey
in seinem heißen Klima, auf dem Boden der fürihn verfluchten Erde, sein Lcibeigenthum und denDruck der Oberherrschaft, zu dem sich da alles soleicht neiget. Man sehe sein mühseliges Weib, aufdem alle Last der Hütte ruhet, dem Willen desMannes untcrthan, seiner Herrschaft und der All-sorgc des Hauses übergeben — sehe endlich das er-mattete, lechzende Vieh, cs hat unter dem Tag-strahle der Woche Othem und Kräfte verloren —
Und Gott segnete den siebenten Lag und heiligteihn,
Darum daß er an demselben geruhet hatte, vonaller seiner Arbeit.
Gedenke des siebenten Tages und heilige ihn,
Denn an ihm hat Gott geruhet von seiner Ar-beit;