des Menschengeschlechts. 109
von Träumen wiegen — das will ihre fein orga-nisirte, milder elastische Seele — am Busen derWollust, in den Schatten des Paradieses achmen —
Das nun auf ihre Berufgeschafte angewandt— welche wirksame Kraft der Trage! Was istsfür Mühe und Sklavenarbeit der Ackerbau, dasDurchwühlen der Erde unter dem brennenden Mit-ragsstr.chle!
„Dorn und Disteln soll er dir tragen,
„Und sollt das Kraut auf dem Felde essen,
„Im Schweiße deines Angesichts dein Brod essen,„Bis du wieder zur Erde werdest, davon du ge-nommen bist;
„Bist Erde und sollt zur Erde werden!
Das war der erste Fluch unsers Stammvaters, derauf seinen unglücklichen Sohn noch so härter siel,der noch jetzt das Gefühl der Arbeit-scheuen, Acker-bauscheuen Morgenländer druckt
— „Muß nicht der Mensch immer im Streit seyn
auf Erden,
„Seine Tage, wie eines Taglöhners!
„Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten„Und ein Laglöhner, daß seine Arbeit aus sey —
— „Warum bin ich nicht gestorben von Mutter-
leibs an,
„Warum bin ich nicht umgekommen, da ich auSMutterleibc kam?
„So tage ich doch nun und wäre stille,
„Schlief und hatte Ruhe —
„Daselbst müssen doch aufhören die Gottlosen mitToben;