Ivo
Aelteste Urkunde
sprechen jetzt von cuusis xriirmrüs und sscunäu-iÜ8, formcln allgemeine Naturgesetze, aus derenEinem und in deren Eins wir Gott hinaus undhinein demonstrircn können, wie Nord in seine be-rühmte Flasche; raisonniren über Ursache und Wir-kung, über das Band des Wodurch? mit dem Da-durch! oder buchstabiren Gott höchstens aus einemabstrahirten Worte, aus einem einzelnen Geschöpfemit so vieler Mühe; rechnen nach, ob auch wohlbei dem Bau der Weltsysteme hinter Millionen Fal-len dafür, noch ein Fall dagegen übrig bleibe*) —tappen also, wie jene gelehrten, zerstreuten, all-gierigen Athenienser ,,ob wir noch ihn fühlen undfinden könnten!" und leben endlich doch, mit hun-derttausend Schlüffen umringt, fühllos, ohne An-schau , ohne Gott in der Welt!**) Der Zu-stand der Menschen wars nicht immer, „in dem„wir leben! weben und sind! Gottes unsichtbare„Kraft und Gottheit in den Werken!" Gestalten,Inseln, Einzelnheiten verloren — alle nur Bilder,Worte, Kräfte, in Eins zusammenfließend — derschaffende, allgegenwärtige Gott!
Nimm ein Kind in den Hymnus der Morgcn-röthe: du wirst Erfolg sehen. Die ältesten stärk-
*) S. insonderheit lVlsupsrtuis Nüeai äs tlosmo-loxis die ersten Vorlesungen: Hume politischeund philosophische Versuche, wo der ganze Gottund sein Daseyn ein so abgezogenes, feines Spi-ritusflämmchen wird.
**) Man weiß, daß der trübsinnige Pascal unab-lässig diesen Satz gefühlt und beklaget.