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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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9» Aelteste Urkunde

ein wüster, unordentlicher Haufe*), wie die Sterneam Himmel

Schaue gen Himmel und zähle die Sterne,

Kannst du sie zahlen?

die hier durch einander geworfenen Lettern buchsta-biren? und was wirst du nun aus der bestürmen-den Rhapsodie aller Geschöpfe deutlich lese»?

Ich weiß wohl, daß du in deiner Zeit dage-gen Mittel finden kannst; absondern, einzelnnehmen, zergliedern Blitz! Pflanze!Baum! Thier! Stein! Du hast Zeit, dir Zisch -und Wurmtheologien genug zu machen und sie mitNutzen zu brauchen; denke aber, daß das nicht dieSituation aller und der frühesten Welt war. Soabzusondern, langsam zu zergliedern, einen Ver-nunft- oder Trugschluß zu verfolgen Dazu hat-ten sic nicht Zeit, nichtMittel und Werkzeuge, nichtAbstraktionsgabe und nicht Lust und Muth. Dieganze Schöpfung webte lebendig vor ihren Au-gen, sie in der Schöpfung, welch großer Tumult!Unendliches Chaos von Wesen, Kräften, Gestalten,Formen, wer kann dich theilen, wer kann dichsondern! Allein etwa der kalte Philosoph, sein Zer-glicderungs - Messer in der Hand.

*) Ruch hier hat, wie mehrmal, der große ProphetMaupertuis wider Willen geweissagt, daß, wie'Sjetzt ist, die Kette Ralurwesen für die Präsiden-ten aller Akademien, zerrissene Naturketle,Mengsel und Brockniß sey aber woher? lilaUlioclus! und wie dem abzuhelfen?