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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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des Menschengeschlechts. 91

Wem ists nicht gegangen, daß er bei einerFrühlingsfeicr, beim Anblick Einer aller Natursce-nen nicht allemal erlegen? Das Auge zerstreut undverwirret sich an Farben, Dingen und Gestalten,fliegt, schwimmt zwischen Himmel und Erde wosind wir? was denken was haben wir gedacht ?Und das sind doch wir kalten, massigen, fest beider Stange haltenden Denker!

Für den lebenden, wirkenden Naturmenschenwas war nun da für ein Bild, Ordnung,Lehrmethode, die ihm die Schöpfung unbekäu-bend und doch ganz, nach und nach und dochim Zusammenhänge, mit Macht, Ein-wirkung, Lust fürs Herz und ohne Blen-dung und Düsterung des Auges gebesuche, Naturkündiqer, zwischen Himmel und Erdeein anderes Bild, eine bessere Ordnung und Folge,als diese Lehrmethode Gottes!

Ausgehende Morgenröthe! Siehe dadie ganze Schöpfung im Anbruche! in derlieblichsten, mildesten, schonendsten Succession!Jedes Gemälde nur einen Augenblick,aber welch Gemälde und welch anderm machtcs Platz! Die größte Kunst der Methode, zu ge-ben und zu sparen, allmahlig weiter zuführen was hat sie für ein einigers, herrli-chers Borbild, als diese Lehrmethode Gottes!

Aufgehende Morgenröthe! Nun binich vom Schlaf erwacht! neucrschaffen! neugeboren!Alle meine Kräfte durch den Schlaf gestärkt, zurLehre tüchtig wer ist, der lehre? Siehe da den