Lu Aclkestc Urkunde
Und siche! diese Entzückung, dicS unnenn-bare Morgengefühl, wies scheint alle Wese» zuergreifen! zu liegen auf der ganzen Natur! Alleslag in Nackt und Dunkel: der webende Geist kamund bereitete was zu erharren —- noch ruhen dieVogel, das Haupt unter die Flügel gesenkt, dieStadtwelt, die vielleicht niemals Morgen gesehen,liegt begraben : selbst die frühe Lerche steigt noch nicht
— die Natur ein harrender dunkler Tempel Gottes
— lebender Wind und —
— Licht!
's ward Licht!
still wird er eingcwciht der Tempel! Vielleicht dieBluthe des Baums, die Blume, die Knospe fühlen!Lichtstrahl! ein tönender Goldklang auf diegrosie Laute der Natur — die Lerche erwacht undschwingt sich — wehe dem Fühllofen, der dieseScene geschn und Gott nicht gefühlt hat! Es istdas Bild jenes Naturwcisen: wie sie „aufblickte dieMorgenrökhe und die Enden der Erde," das großeschwarze Nachttuch
— am Saum erfaßt
und abschüttelt die Räuber der Nacht! H— Licht!
und 's ward Licht!
Sichest du jene stille Glorie! jene sanfte Augen-wimper der Mcrgencöthe, wie sie jeden Augenblickweiter hinausschimmert, jeden Augenblick die Wol-ken um sich her anders wandelt — welche Farben !_ welch
*) Hiob 38.