des Menschengeschlecht-. 7c
stes Elend der menschlichen Natur! — ohne BaresPelz, nackt, verlassen und verwaiset zur Welt ge-kommen ! Der philosophische Geist unsers Jahr-hunderts hat am meisten seine Götlerkrast bewiesen,daß er sich und sein Geschlechc zum Vieh, ja un-ters Vieh erniedert;*) alles wasJdcal, Schöpfung,Weisheit, Wissenschaft, Lugend, Religion, Kunst-anlage im Menschen ist, 'ihm so scharfsinnig abge-sprochen, übSr seine Bestimmung und Glückseligkeitso viel gründliche und menschcnliebende Zweifel er-regt — welche Bibliothek großer Philosophen hatteich zu ciiiren! Sie sinds kaum werth: die einfäl-tige alte Anzeige: „Gott schuf den Menschen, sein„Bild, sein Gleichniß ! " ist mir tausendmal mehrAufschluß, als alle ihre Schlüsselsuchereien. Son-nenlicht und unreine, trübe oder pcstilenzialischePcchfackeln! Hier Au fsch luß, Würde, Muth,Bestimmung, Wärme gut zu seyn und zuhandeln; dort soll ich ohne Gott, Tugend, Adelund Glückseligkeit ein wildes, leicht- oder trübsin-niges Vieh werden. Wer wählen kann, wähle!
Ich füge noch einige Worte über die Stelledes Menschen in diesem Tagwerke, überden Rath-schluß und Segen Gottes hinzu, und schließe.
*) Es ist, als ob die berühmteste» Genies des Jahr-hunderts, Hclvetius, Rousseau, Voltaire, Büf-fon, Mauperruis, nur jeder aus seine Weise da-zu beizutragen hätten, das menschliche Geschlecht,metaphisisch, moralisch und physisch zu erniedern,bis es vielleicht durch andere Mittel, als selbst-süchtiges Raisonnement ist, edler erhöhet werde!