des Menschengeschlechts. 69
oder eine einzige, oft wie übertriebene unnütze undrinwürdige Falle und Bückung der Seele — derMorgenländer, wie weit mehr im anschaulichenBilde und Gefühl! Seine Verehrung der Gott-heit in Allem, was groß, schon , mächtig, liebreich,wunderbar ist: sein natürlicher Hang, cdleS Am'ehndeS Körpers, verborgenen Rathschlag und Tharigkeitder Seele, Uebcrmacht, Menschenliebe und Geschlechrs-segcn, als Gottheit zu erkennen, in sich wirkendzu fühlen, seinen Gang durch die Welt unter Lei-tung des Unsichtbaren zu erflehen: sein Fliehen un-nützer Spekulationen und cinackerkecter Geschäfte:sein einiger Trieb Gott auf der Erde, (oder imverdorbenen Zustande über seine Mitbürger) zu seyn:Statthalter und Naturkönig: der El 0-him Einer — wie könnt' ich jedes Wort der vo-rigen Entwickelung niit den prächtigsten Stellen be-legen, in denen Abglanz Gottes strahlet: in all ihrerReligion, Wissenschaft und Führung deS Lebensströmen Adern dieses Gefühls — aber wo Raum?wo Zeit? Also statt Aller nur Einen Lobgesangüber diesen Götterader des Menschen — uno ichweiß nicht, ob je etwas Echabcners unterm hohenbestirnten Himmel gesungen worden:
Herr, unser Herrscher! wie herrlich ist allwcitdein Name!
Du, dessen Loblied dort droben schallet über den Him-meln,
Und der sich hier den Mund des Säuglings zur Festebereitet!
Herr, wenn ich deine Himmel ansehe, deiner FingerWerk