des Menschengeschlechts. 67
Gott schuf de» Menschen, sein Bild!
Au seinem Gleichnisse schuf er sie;
Er schuf sie zu Mann und Weibe!
Abgrund des Alles und unsichtbare Quelle diemenschliche Seele! Ein verborgener Engelim Menschengewande! Gottes Bild! Welch einUeberirdisches, immer Unerreichtes in seinem ganzenErdenleben! Großer Plan und zusammengeschlun-gener Knote! Ist niemals da, wo er ist! genießtnur immer in Gedanken! Im tiefsten Thale desKummers blickt er über die Welt heraus: Ewigkeithat der Herr in seine Seele gegeben — GottesBild!
Welch ein Thier ists, das sein Geschlecht,oder ein anderes Geschlecht, endlich das alle Ge-schlechter bezwungen hat*), nicht ihren, sondernseinen Willen zu thun? Bild Gottes, auf derganzen Erde zu herrschen! zu walten!
In allem, was der Mensch thut und denket— welche Schöpfersgabe! welche Nachahmungder Gottheit! Immer mit Plan und Absicht han-delnd! aus dem Vergangenen Zukunft erfindend!er verbessert, verschönert nach seiner Mcynung, schastimmer dem Steine, wie Pygmalion, wennS auchnoch so sehr Stein und sein Bild Wahnbild wäre,seine Idee an. Sein ganzes Leben also Ideal!Herrschen und Walten! Kunst, sie sey sogut oder schlecht als sie wolle!
S. BüffonS naturgesch. Untersch. zwischen Menschund Lhieren.
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