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Aeltcste Urkunde
mend „Weltmeer unten, und welch ein blaueres,reineres Welrmeer oben ! "
Endlich das Wunder des Regens! daß unsicht-bar Dünste hinaufsicigen. schwimmen, in Schlauchegesammlet und so sonderbar, schnell oder langsam,karg oder mit Ueberfluß ausgcdrückt werden —Wunder für sinnliche Augen! Wir haben der LuftNamen von Kräften gegeben, Dünste einzusau-gen, zu tragen, niederzuschlagen, die aber nichtsmehr als Untercinandcrordnung mit andern Erschei-nungen sind, oder bloße Namen. Die Rüstkammerdieser arbeitenden Maschinen bleibt immer so uncr-forschlich, als sie mächtig und fein ist: wir sind
nicht um ein Haar weiter, als wenn wir unmittel-bar sagten, „Gott ists, der Tropfen sammlet, be-reitet und aussendct. "
„Wer hat dem Platzregen seinen Laufausgetheilet?
Und den Weg den Blitzen und Donner?
Daß es regnet aufs Land, da niemand ist,
In der Einöde ohne Menschen.
Daß er füllet die Einöden und Wildnisse
Und machet, daß Eiras wachset.
Wer ist des Regens Vater ?
Wer har die Tropfen des Lhaues erzeugt rc."
Und wenn wir dies Phänomen nun in die Bedürf-nisse der Menschen, zumal im Morgenlande, cin-führen — hier darbt ein durstendes Land: Mannund Weib und Kind und Vieh und Garten undErde lechzet: Auf der Erde ist alles Wasser der Er-quickung versieget. Aber siehe! droben ist ein ande-rer Ocean: der Vater im Himmel hat Wasser desTrostes, wenn seine Kinder im Staube schmachten.