Aelteste Urkunde
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ders, Schreckens, alle Thaten der Sünde und Un-menschhcit-^waS nehmen sie so natürlich zur Decke,als den Mantel der Nacht! wo sind die meistender Art entsprungen? wo erhalten sie sich? wo wer-den sie am liebsten erzählt und fortgebreitet, als inFinsternis; und Dämmerung*)? Der Same allesBösen und Unannehmüchcn ist so, wie sein natür-liches Bild, Finsterniß: das ist der herrschendeAusdruck der heiligen Schriften in allen Jahrtausen-den : der Ursprung des so weit verbreiteten Aber-glaubens zweier Grundwescn — mich dünkt , derewige Same fo mancher Sünd- und Nachtmeinun-gen in dem Herzen aller Welt.
Gott sähe, daß das Licht gut war:wie konnts natürlicher und einfältiger auSgcdrücktwerden, sein Wohlbehagens» diesem erstenGeschöpf seines. Wesens, dem Ursprünge und Urbildealles Guten in der Welt? Lieblich glanzte es gleich-sam in sein Antlitz wieder, wie ein freudiges Auge,eine lachende Wange, eine liebliche Aussicht jedwe-den unmittelbar anlacht und heitert. Er freute sich,nach einer so menschlichen Empfindung über die Schö-ne der Erscheinung : Unterschieds: das heißt, son-
*) Dich kn der Nachahmung des Dichters: wo laßtShakespear seine gräßlichste, schrecklichste Untha-ten und Erinnerungen daran geschehen, als ineiner Mitternacht Macbeths, Hamlets, Lears, Ri-chards, Orhcllos? Und was weiß der Nacht- undChaosmahler Milton, der Angela unter den Dich-tern, in ihr zu schaffen !