des Menschengeschlechts. 4c
derts und behiclts, und endlich, nach der Weise allerKünstler und Werkvollcnder, nannt' er's.
Das sind ja in Orient so herrschende Idiotis-men: nennen und vollenden: nennen undfür sein erkennen: nennen und sich der Sa-che ewig rühmen und freuen — was soll ichStellen anführen? die zum Theil in jeder Sprachesind, zum Theil aus so vielen Namengebungen inder Bibel uns bekannt seyn sollten? Wer nenntsich öfter als Gott? und bei wem ist sein Namehöherer Ruhm, Zueignung und Vollen-dung?
Ewig ists also auch von diesem Werke der höch-ste Lobspruch Gottes gewesen, daß er Schöpferdes Lichts*) sey, der die Morgenröthe aus Ne-bel und Nacht hcrvorreißt, der den ersten Blitzstrahldes Lichts schlägt. Alle Bilder und Allegorien hier-über drücken noch immer das Schnelle, Urplötz-liche aus: das Hervorbringen desselben ist in denWurzeln der Sprache große Kunstarbeit: und seinErscheinen das Urbild aller Pracht, Heiterkeit undNaturwonne — von welchem allen wir durch Ucber-sctzung und Umschreibung so wenig fühlen!
Daß endlich bei dem Schlüsse des Tagewerks:so ward Abend, so ward Morgen; woher
*) S. Propheten und Psalmen und was über die Ety-mologien der Lichtbenennungen Schüttens in denOrigK. E. r. 2. 10. u. s. w. philosophiret. Häu-fige Stellen im Koran: Ali-Ben Lalebö Gedich-te 2, 21. u. s, w.