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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
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deS Menschengeschlechts. Z9

dieses seines ersten holden Kindes fühlet? nichts vonder K ü n st ler stä'r k e, die darin liegt, dciß erunterschied, festsetzte, nannte! Eis-wolke vor ihren Augen!

Was für früheres, einfältigeres Sinnbild giebtsvon Gut und Bose, als Licbt und Dunkel in der ganzen Welt und im Morgenlande! Mandenke sich ein spateres umirrcndcs Leben erster Zcl-tenwohner und unbekannter Weltbürger DieNacht bricht an: ,,da rege» sich alle wilde Thiere,und die jungen Löwen brüllen nach Raub. DieNacht bricht an, Grauen und Schreckenstöne in dei-nen Obren: von den Hohen der Berge lauret dasSchwerdt auf dich : Feinde des Lichts stehen auf, er-würgen den Gerechten und Armen : die Leuchten dei-nes Zelts erlöschen: Gott hat dir dein Licht geraubt;verloren! Hoffe auf Licht und cs komme dir Dun-kel, müssest nie sehen die Wimpern der Morgcnrö-the" so im Buch Hiob, in Psalmen, Prophe-ten und allen morgenländischcn Dichtern unzähligeStellen. Man fülle sich die Einbildung mehr oderminder mit allen Finstcrnißschrecken des OrientsEinöden, Abgründe, wilde Thiere, Räuber, Ver-wünschungen, Zaubereien, Unholde, Unthaten unterdem Vorhänge der Nacht: man denke sich das all-gemeine Gefühl, das Hirt und Wanderer, Weibund Kind von Jugend auf fühlte: sehe das Klare,Allheiten', Gottähnliche des schönen Tages in sei-nem weiten Horizonte dagegen welche Symbolenatürlicher, im Herzen aller Menschen natürlicher,als L ich t gu t! Fins 1 erniß böse!" AlleErzählungen und Mährchen des Aberglaubens, Schau-