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Religion und Theologie Theil 5 (1827) Aelteste Urkunde des Menschengeschlechts ; 1
Entstehung
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dcr geringsten Veränderung leidet; jedem Autorkleide seine Physiognomie. Wenn gleich ein nichtnachzuahmendes Muster, so ist doch sein Styl indiesem Buch eine Probe, wie kräftig, vollhaltigund cmpsindungsvoll die deutsche Sprache gemachtwerden könne. Im zweiten Theilc hat er schonviele Härten verloren, und es kommen in diesemStellen vor, die an Majestät und Wohlklang zuden schönsten gehören, die je in unserer Sprachegeschrieben wurden. Obgleich dcr Verfasser dieseManier bald selbst wieder verließ, so hatte sie dochfür einmal daS Verdienst, einem andern Extremsehr wirksam entgegen gearbeitet zu haben demSchleppenden, welches durch die wölfische Phi-losophir-Melhode, durch die vielen Uebersetzungen,besonders aus dem Französischen, vielleicht auch durchdie Menge gedruckter Predigten, in die Sprache ge-kommen war, und von vielen, die im ängstlichenBestreben, deutlich zu seyn, matt und weitschweifigschrieben, für die wahre Schönheit der Sprache,und ja auch für das Schibboleth der Anki-Schwär-merei gehalten wurde. Energie, Schwung und Em-pfindung war der hervorstechende Charakter seinerfrüher», Eleganz und Würde der seiner später»Schreibart. *) Der große und wohlthätige Einfluß,den Herber schon von Anfang seiner Schriftstellereibis an sein Ende auf die deutsche Sprache hatte«ist noch nicht untersucht.

Dem zweiten Bande habe ich aus den frühem

*) In jener ist, wie mir vorkömmt, der zweiteBand dcr Urkunde, in lezterer die Philosophieder Geschichte, sein Meisterstück.