des .p e r a u s g e b e r S.
„mancherlei Unangenehme, das ich darüber insonder-„heit mündlich erfahren, bewog mich, das Buch auf„Jahre zu vergessen, um Einmal mit neuem Ge-„mülh und ohne Spuren der Bitterkeit daran zu„gehen, und es kurz und gut, wenigstens da ich„wollte, zu enden, u. s. f" Doch sprach er spä-ter oft davon, und es lag ihm tief am Herzen,etwas Vorzügliches und Vollkommenes zu Leben:„Bei der Umarbeitung der Urkunde will ich mich„legitimiren." Fand ec ein glückliches Belege zuseinen historischen Resultaten, so sagte er heiterund zufrieden: „das soll mir zur Urkunde dienen!"Er war mit seinen Ideen darüber meist im Reinen,und wünschte sich oft zur Vollendung und Ausar-beitung derselben einige ruhige Monate in der göt-kingischen Bibliothek: „wie will ich diese brauchen,„um mein Werk zu vollenden! Ich muß meiner„Gedanken und Ideen los werden — ich verliere„so viele und sie zerstören mich endlich." Er wolltesie von allem Polemischen und Fremdartigen reini-gen, die jugendliche Schreibart verbessern, die Ideenberichtigen, durch eine Menge neugcfundener Bele-ge noch mehr begründen, und einige Thcile vonneuem Inhalt beifügen. *) Einfach und schön —denn die Reize seines Geistes verwelkten nie! —bereichert mit den Ideen seiner reifer» Jahre, mitmilder Begeisterung, würde er sein Werk hinge-stellt haben: ach daß es nicht geschehen sollte!
*) Daß er die Hauptldee stillschweigend zurückgenom,men habe, wie einige vermeinten, darinn irrtman sich. S. Geist d. Ebr. Poesie I. h .8 u. a.Philosophie der Geschichte II. 317. „Es läßt sich