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Dreißigstes Kapitel.
Wie reizend ist der Kummer im GefolgeDer jungfräulichen Unschuld! Selbst das GlückMuß uns an Andern häßlich dann erscheinen.
Davenant.
U)>e muffen za dem Felseniuselcheii und zu der traurigen Scene,die wir noch zu schildern habe», zuriickkchren. Diesen Zweck werdenwir jedoch ebenso gut erreichen, wenn wir mit der Zeit gleich bisznm Abende vorrucken, und Manches, was sich der Leser leichtselbst denken kann, anßer Berührung lassen.
Daß Andrea Barrofaldi und Vito Viti an den blutigen Waffen-thate», die wir erzählt haben, keinen Antheil nahmen, brauchenwir wohl kaum zu sagen. Nachdem jedoch Alles vorüber war,ruderten sie näher zu dem Felsen, und betrachteten sich das traurigeSchauspiel, das sich ans dem engen Raume des kleinen Eilandesihren Blicken darbot. Während sie so in ihrem Boote saßen, ent-spann sich folgendes kurze Zwiegespräch zwischen den Beiden.
„Vicestatthalter," fragte der Podesta, und deutete nach derStelle, wo Sir Frederick als eine regungslose Leiche und Raonlin seinem Blute dalag, während Andere sich in ihren Schmerzenans dem Boden krümmten — „nennt Ihr das Wirklichkeit oderist es auch nur ein Theil jener verdammnngswürdigcn Lehre,welche allein vollkommen genügte, um ans dieser Erde Allesauf den Kops zu stellen und die Menschen in Geier und Tigerzu verwandeln?"
„Ich furchte, Nachbar Vito, es wird sich nur als allzu wahrerweisen. Ich sehe da Sir Dashwovds und Sir Smecs' Leichen,und Gott weiß, wie viele Andere heute in das Reich der Geisterhinubergegangen sind."
„Und hier eine Welt der Schatte» znriickgelassen haben,"murmelte Vito Viti, den selbst dieser tranercrregende Anblicknicht ganz von einem Zdeengange abbringcn konnte, welchen der