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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
551
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mehr gegen Amalfi. Ich sehe, die Engländer wollen uns von derLandseite angreifen rudert also mehr gegen Amalfi."

Du bemühest dich umsonst, Raoul," gab Ghita ruhig, aberfest zur Antwort.Wir sind keines unbedeutenden Zweckes halberhierhcrgekommen; weigerst du dich, mit uns zu gehen, so wollenwir wenigstens bei dir bleiben. Unser Gebet, das du so sehrverachtest, wird sich vielleicht doch nicht ganz nutzlos erweisen."

Ghita, das kann nimmermehr geschehen. Wir sind ohne Deckung beinahe ohne Vertheidignngsanstalten unser Schiff ist nicht imStande, dich anfznnehmen, und das beutige Gefecht ist etwas ganzAnderes, als jenes bei Elba. Du wirst gewiß in einem solchen Au-genblicke meine Seele nicht mit der Sorge um dich belasten wollen."

Wir wollen bleiben, Raoul. Vielleicht kommt ein Augenblick,wo du froh bist, das Gebet gläubiger Christen in deiner Nahezu haben. Gott führt uns hierher, um dich entweder fortznneh-men oder bei dir zu bleiben, »nd mitten im Kriegslärm für deinewiges Seelenheil Sorge zu tragen."

Raoul betrachtete die schöne Schwärmerin mit so inniger Liebeund Bewunderung, wie selbst ihre gläubige Einfalt sie nie zuvorin ihm erregt hatte. Ihre sanften Augen strahlten von heiligemFeuer, ihre Wangen glühten, und des Himmels Glanz schien ausihrem Antlitz zu leuchten.

Der junge Mann fühlte, wie die Zeit drängte; er sah keineHoffnung vor sich, seine Geliebte in ihrem Entschluß zu erschüt-tern und sie noch zeitig aus dem Bereich der herannahcnden Bootezu bringe»; unter diesen Umständen mochten die Beiden aller-dings in einer Ecke der Ruinen besser geborgen sein, als wennsie an's Land zu entkommen versucht hätten. Dann kam auch nochder nie erlöschende, geheime Wunsch, Ghita in seiner Nähe zubehalten, seiner hastigen Uebcrlegung zu Hilfe, und er beschloß,das Mädchen mit ihrem Oheim auf dasselbe Juselchen zu führen,welches er in eigener Person verthcidigen wollte.