.W >
525
von der Küste entfernen wolle — ein Umstand, welchen er gar nichtnngernc vernahm. Ein paar Stunden früher würde er viel darumgegeben haben, wenn er ihn anfznfinden gewußt hätte; jetzt aberhatte Raouls Edelmnth eine Revolution in seiner Dcnknngsweisehervorgebracht, und kein Wunsch stand seinem Herzen ferner, als der,sich gegen den berühmten Kapersmann verwenden zu lassen. Gleich-wohl hatte er aber im Dienste des Königs eine Verpflichtung, einezweite für Johanna, und eine dritte für sich selbst zu erfüllen. .
„Kapitän Avard," sprach der Unterstenermann, die dargeboteneHand des Andern ergreifend, „ich werde diese Eure Güte niemalsvergessen; sie fällt in einen für mich höchst günstigen Augenblick.Mein ganzes Glück in dieser und vielleicht auch in der künftigenWelt" — ein unwillkürliches ,Pah' entfuhr hier dem Zuhörer —„hängt von meiner jetzigen Freiheit ab. Ich muß aber — um Euchdie ganze Wahrheit zu sagen, denn dazu fühle ich mich Euch gegen-über verpflichtet — ich muß Allem aufbietcn, um, sobald ich wiederHerr meiner selbst bin, diesen Euren Lugger hier so wie jeden an-dern Feind meines Königs gefangen zu nehmen oder zu vernichten."
„IMn! — Ich liebe Eure Freimüthigkeit ebensosehr wie EureMenschlichkeit, Monsieur Clinch. Ich erwarte immer, einem bra-ven Feinde zu begegnen, sobald un,znglai8 gegen mich hcran-kömmt: solltet Ihr jemals darunter sein, so werde ich darumnichts Schlimmerem entgegensehen."
„Meine Pflicht wird von mir verlangen, Kapitän Ivard, mei-nem Kommandanten zu berichten, wo ich den Folly fand und verließ,und wo ich ihn etwa befindlich glaube! Selbst über Eure Aus-rüstung, die Zahl Eurer Mannschaft und derlei nähere Umständewerde ich befragt werden und als Ehrenmann darauf antworten."
,,»o» elier, Ihr seid ei» .anständiger Bursche', wie ihr Eng-länder zu sagen pflegt. Ich wollte, cs wäre Heller Mittag, damitIhr mein Deck besser betrachten könntet; der Fcu-Follet ist nicht sohäßlich, daß er eine» Schleier zu tragen wünschen müßte. Sagt