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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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vor den Wind stellen. Bis man diesen Befehl vollzogen hatte,war der Lugger mittlerweile so weit windwärts gesteuert, dasi ergerade unter jenen stolzen Felsen stand, welche die Ebene vonSorrento von de» Küsten von Vico trennen.

Kanin hatte er dieses kühne Vorgebirge erreicht, das, einemriesigen Strebepfeiler ähnlich, bis zu tausend Fuß senkrechter Hoheaus dem Meere emporsteigt, als der Feu-Fvllct von der vollen Ge-walt des Landwindes erfaßt wurde: das Steuer aufwärts gestellt,die Segel etwas nachgelassen, hätte selbst ein Vogel sich kaum mitgrößerer Grazie oder Geschwindigkeit auf seinen Schwingen herum-wenden können, als er nunmehr rings um das Vorgebirge steuerte.

Sein Kurs ging jetzt von einer Landspitze zur andern, dennso allein konnte man verhindern, daß er nicht zwischen den Ein-zacknngen der Küste in eine Windstille gerieth. Dadurch kam derLugger eher quer durch die Bucht von Sorrento, als in dieselbehinein, so daß Aelverton, der an dem unteren Strande gelandethatte, natürlich außer aller Berührung mit ihm blieb.

So rasch eilte das kleine Fahrzeug dahin, daß Raonl undJthuel, welche ihren Posten auf dem Vorkastell wieder eingenom-men hatten, schon eine Viertelstunde nach ihrem Aufbruch dieLandspitze vor sich sahen, wo sie kaum zuvor im Versteck gelegenhatten; alsbald wurde das Steuer backbord gestellt, um auswärtszu giere» und Raum für den Irrwisch zu gewinnen. So schwebteFels auf Fels, Dorf an Dorf, Bucht um Bucht au ihren Blickenvorüber, bis man den Kanal zwischen Capri und Campanellaabermals erreicht hatte.

Indem sie auf diese Art an der Küste vorübergezogen, hatten siedie Absicht, jedes Boot, das dem Lugger etwa in den Weg käme,wegzunehmen, denn obgleich Raonl entschlossen war, seinen jetzi-gen Gefangenen freizugeben, so wünschte er doch sehr, eines deranderen Offiziere der Fregatte statt seiner habhaft zu werden.Sein Suchen blieb aber erfolglos, und als der Lugger in die