Druckschrift 
14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
522
Einzelbild herunterladen
 

522

Sechsundzwanzigftes Kapitel.

Ach, mancher Traum war auf dem SchiffNoch kurz vor seinem Ende;

Der Heimat!) Bild den bangen TraumDeS Schläfers noch verschönte.

Wilson.

Hsaoul war über seinen ferneren Kars bald entschlossen. Wäh-rend er Clinch tröstete, hatte er Pintard den Befehl zngeschickt,sich nach dem andern Gig umzusehen, doch wenige Minuten derNachforschung unter den Klippen überzeugten die Leute auf demVerdeck, daß es nirgends zu finden war. Diese Meldung wurdealsbald in der Kajüte hinterbracht.

Ebensowenig vermochte Jthnel mit all' seinem Scharfsinn ausder gefangenen Bootsmannschaft irgend eine zweckdienliche Nach-richt über den Gegenstand heranszubringen. Es herrschte unterden Leuten der Proserpina in Allem, was ihr Verhältnis; zu demFen-Follet betraf, ein gewisser esprit eie eorps, der bei einer Ge-legenheit, wie diese, sowohl Drohungen als Bestechungen znrück-wies, und der Granitmann sah sich genöthigt, die Sache alshoffnungslos anfzugeben, wobei er übrigens nicht verfehlte, dieWeigerung der Engländer, ihre Kameraden zu verrathen, weiteher ihrem Nationaleigcnsinne als einem andern achtbaren Ge-fühle znznschreiben.

Diese Vorliebe Jthnels, Denen, die er haßte, das Schlimmstezuzntranen, war übrigens ihm und seinem Lande nicht allein eigen,und man darf mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß es ihmunter ähnlichen Umständen auf einer englische» Fregatte kaumbesser ergangen wäre.

Da sich Raoul endlich überzeugt sah, daß das andere Boot ent-wischt war, und er ebenso die Nothwendigkeit erkannte, noch währendder Dunkelheit aus dem Golfe zu kommen, so gab er widerstrebendden Befehl zum Aufbruch und ließ den Lugger doppeltgeflügelt todt