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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Pflichten einem Manne weihen, der ein offener Feind meinesHerrn und Erlösers ist."

Ich will und kann dich nicht täuschen, Ghita das über-lasse ich den Priestern. Du kennst meine Ansichten, und mußtmich nehmen, wie ich bin oder mich ganz und gar verwerfen.Ich sage dir das, obgleich ich fühle, daß, wenn dn ans deinerGrausamkeit beharrst, die Täuschung mich zu irgend einer ver-zweifelten Handlung treiben wird, die mich wohl noch die Gnadedieser Engländer empfinden lassen konnte."

Sprich nicht so, Raonl, sei klug, um deines Vaterlandeswillen"

Nicht auch um deinethalben, Ghita?"

Ja, Raonl, anch um meinetwillen. Ich will dir nicht ver-hehlen, wie ich viel glücklicher sein werde, wenn ich von deinemWohlergehen und deinem Seelenfrieden hören darf. Obwohl duein Feind bist, so wird es mir doch, fürcht' ich, immer Freudemachen, wenn ich vernehme, daß du siegreich bist. Doch hierist die Straße und dort die Hütte, wo mein Oheim auf michwartet wir müssen scheiden. Der Himmel segne dich, Raonl!meine Gebete werden tausendmal deinen Namen nennen. Bitte setz' dich keiner Gefahr mehr aus, um mich zu sehen; wennaber"

Das Herz des Mädchens war so voll, daß die Bewegung sieüberwältigte. .Raoul horchte in höchster Spannung, was nochNachfolgen sollte doch er horchte vergebens.

Wenn was, theure Ghita? Du wolltest Etwas sagen, das,wie ich fühle, ermuthigend sein muß."

O, wie sehr hoffe ich, daß es so sein möchte, mein armerRaoul! Wenn Gott jemals dein Herz ergreift und dn als gläu-biger Christ mit einem Wesen vor dem Altar stehen möchtest,das mit der größten Sehnsucht bereit ist, dir Alles zu weihen,nur nicht ihre Liebe zu ihrem Schöpfer und den Schatz ihres