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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Euch sprechen. Es gibt in diesem Leben des Nebels genug, auchohne dass man so viel an den Tod denkt!"

Es gibt Philosophen, guter Vito, welche behaupten, daß vonall' Dem, was wir vor uns sehen, eigentlich gar Nichts existire!Das wir uns Alles nur so denken: denken, das; dieses ein See,mit Namen Mittelmeer dies; hier ein Schiff »nd dort dasLand sei; denken, daß wir jetzt lebe» und daß auch der Tod nurin unseren Gedanken bestehe!"

Uorpo ei! kacca! Signor Andrea," ries der Andere, bliebam Fuße der Leiter stehen, »nd ergriff seinen Gefährten am Nock-knopfe, als fürchtete er, derselbe möchte ihm mitten in seiner sonder-baren Enttäuschung abhanden kommen.Ihr werdet doch nicht anssolche Art mit einem alten Freunde scherzen der Euch vonKindheit an gekannt hat? Denken, daß ich am Leben sei!"

8i ich habe Euch blos Wahrheit berichtet. Die Einbil-dungskraft vermag gar viel, und kann leicht nnwesenhaften Dingenden Schein der Wirklichkeit verleihen."

Und daß ich nicht ein Podcsta in der That, sonder» nur einerin Gedanken sei!"

Ganz so, Freund Vito, so daß auch ich blos in der Einbil-dung Vicestatthalter wäre."

Und Elba soll keine wirkliche Insel, Porto Ferrajo keine wirk-liche Stadt sein, und sogar all' unser Eisen, das wir in großenMassen in guten, gesunden Schiffen in die Welt zu schicken schie-nen, wäre nur eine ArtGespenst von solidem, wahrhaftem Metall!"

81 8, Alles, was Materie zu sein scheint, sei in derThat blos eingebildet Gold, Eisen oder Fleisch!"

Und dann bin ich also nicht Vito Viti, sondern nur ein Be-trüger? Was das für eine schurkische Philosophie ist! Wiedenkt Euch nur, Vicestatthalter oder scheinbarer Vicestatthalter wir Beide wären ja eben so schlecht, wie dieser Sir Smecs,wenn das, was Ihr sagt, wahr wäre!"