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Die nächste halbe Stunde, welche dem Schluß unserer vorigenScene folgte, war eine Zeit der Lust und Fröhlichkeit am Borde derProserpina. Jedermann freute sich, daß das Schiff mit der Execntionverschont geblieben war, und dann kam jetzt auch die Stunde, wo chicHängematten herabgcpfiffen' und die Wachen abgelöst wurden.
Cnffe hatte seine ganze Lebendigkeit wieder gefunden, und ergingsich in munterem Gespräche mit seinen beiden italienischen Gästen,wobei Griffin wieder den Dolmetscher machte. Die Letzteren warenverhindert worden, dem Gefangenen ihren Besuch abznstatten, da eralleinzu bleiben gewünscht hatte; jetzt aber erneuerten sie ihr Gesuch,und schickten zu ihm hinab, um zu erfahren, ob sie willkommen seinwurden. Die beiden Würdenträger, die sich die eigentlichen ,See-beine' noch nicht angewöhnt hatten, gingen zusammen an die Aus-führung ihres freundlichen Planes, und während sie die Leiter Hinab-stiegen und sich durch die Masse des Schiffsvolkes drängten, bliebdas Gespräch zwischen ihnen in stätem, munterem Gange.
„(.'ospetto!" rief der Podesta; „Signor Andrea, wir leben ineiner Welt der Wunder! Man kann ja kaum sagen, ob man nochwirklich am Leben ist oder nicht. Wenn ich mir denke, wie dieserfalsche Sir Smees noch vor einer halben Stunde dem Tode sonahe war — und jetzt ist er ohne Zweifel eben so munter undlebendig, wie einer von uns Beiden!"
„Es wäre wohl nützlicher, Freund Vito Viti," antwortete derphilosophische Vicestatthalter, „wenn man bedächte, wie die Lebendendem Tode immer nahe stehen, der ja nur seine Pforten öffnen darf,um die Schönsten und Kräftigsten in's Grab hinabzuziehcn."
„Bei San Stefano! Ihr habt eine Art an Euch, Viccstatt-halter, die einem Kardinal wohl anstehen würde! Es ist tausendmalschade, daß die Kirche einer solchen Stütze beraubt wurde, SignorAndrea; dafür glaube ich aber auch, wenn Euer Geist sich wenigermit unserem künftigen Zustande beschäftigte, würde er weit fröhlichergestimmt sein, und gewiß ungleich ermunternder für die, welche mit