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„Ich liebe Seine Majestät, Sir," bemerkte Clinch, nachdemer sich geräuspert, „und wenn's mir selber irgend hart geht, solege ich es nie Ihm znr Last. Aber Gedächtniß wird eben immerGedächtnis; bleiben, und so mnß ich mich trotz all' meines Wider-ftrebens zuweilen doch daran erinnern, was ich hätte werdenkönnen und was ich wirklich geworden bin. Seine Majestäternährt mich allerdings — aber mit dem Löffel eines Untersteuer-manns, »nd wenn ich in seinem Dienste eine Herberge finde,so ist es doch nur in der Ambnlance."
„Ich bin schon oft und Jahre lang Euer Schiffskamerad ge-wesen," antwortete Cnffe gutmüthig, doch nicht ganz ohne die Mienedes Vorgesetzten; „und Niemand kennt Eure Geschichte besser alsich. Es sind nicht sowohl Eure Freunde, welche Euch im Nothfalleim Stiche ließen, als vielmehr ein gewisser Feind, dessen Gesell-schaft Ihr niemals aufgeben wollt, obgleich er gerade Denen, dieihn am liebsten haben, auch am meisten schadet."
„Ja, ja, Sir — das läßt sich freilich nicht längnen, KapitänCnffe; und doch ist cs ein hartes Ding, wenn man seine Tage soohne alle Hoffnung verleben soll."
Diese Worte wurden in so traurigem Tone gesprochen, daßCnffe dadurch einen tieferen Blick in Clinchs Charakter gewann,als er seit Jahren hatte thun können, und manche früheren gün-stigen Eindrücke wurden auf's Nene in ihm angeregt. Clinch warsogar einmal sein Tischgenoffe gewesen, und wenn auch Jahreeiner entschiedenen Ungleichheit des Rangs eine Schranke inEtikette und Gesinnung zwischen ihnen anfgerichtet hatten, sokonnte Cnffe diesen Umstand doch niemals vergessen.
„Es ist allerdings hart, wie Ihr sagt, ohne Hoffnung zuleben," erwiederte der Kapitän; „aber Hoffnung sollte ja sogarnoch vor dem Tode unser Letztes sein. Ihr dürftet Euch nur nocheinmal znsammennehmen, Clinch, ehe Ihr Euch ganz der Ver-zweiflung hingebt."