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ten kann. Ich traf eine ältliche Fran, die sich Ginntotardi nannte— das ist doch gntes, geregeltes Italienisch, nicht wahr, Sir?"
„Allerdings - doch Ihr sprecht ja, glaub' ich, diese Sprache,Clinch?"
„Nun, Sir, ich habe mich so lange in der Welt hernmgetrie-ben, daß ich jede Sprache so ein bischen verstehe, da ich's bequemfinde, zumal wenn man sich nach Speise und Trank nmzusehenhat. Wir Beide — die alte Dame und ich haben einen herrlichenRocken mit einander abgcsponnen, Sir. Es scheint, sie hat eineNichte und einen Bruder in Neapel, welche schon gestern Nachthätten zurück sein sollen, und so war sie denn ihrethalben in großenAengsten, und verlangte immer zu wissen, ob unser Schiff nichtsvon den Vermißten entdeckt habe."
„Bei St. Georg! Clinch, da hättet Ihr herrlich sondiren kön-nen, wenn Ihr es nur gewußt hättet! Unser Gefangener istauch in jener Gegend gewesen, und wenn wir die alte Fran ge-hörig ansfragen könnten, würden wir vielleicht einigen Aufschlußüber seine Manöver erhalten. Ich hoffe, Ihr seid als guteFreunde^ geschieden?"
„Als die besten von der Welt, Kapitän Cuffe. Wer mich gutbewirthet und beherbergt, braucht mich nie als Feind zu fürchten."
„Dafür will ich garantiren! Das ist auch der Grund, warumIhr so loyal seid, Clinch."
Das finstere, rothe Gesicht des Unterstenermanns zuckte einklein wenig, und wenn auch sein Blick nicht alle Schattirnngen sei-ner inneren Bewegung aussprach, so äußerte er letztere wenigstensdadurch, daß er überall hin, nur nicht dem Kapitän in's Auge schaute.Es mar jetzt zehn Jahre, daß er hätte Lieutenant werden sollen,denn dem Dienstalter nach wäre er sogar vor Cnffe selbst gekommen,und sein Gewissen mahnte ihn sehr empfindlich an zweierlei Umstände,erstens — an seine lange und harte Probezeit, und zweitens daran,daß — er selbst in hohem Grade die Schuld derselben trug.