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denn nnr so lange er unter dem schon oben erwähnten bösen Ein-flüsse stand, horte er ans, gerecht und hochherzig zu sein. Er hatteseine Vorurtheile, und in manchen Fällen sogar sehr starke Vorur-theilc: so stand z. B. Amerika in seinen Augen nur um Wenigeshöher als Frankreich, der Hauptgegenstand seines Haffes. Die erstedieser Antipathien mar bei ihm nicht ganz ohne Grund, denn nebender Abneigung, welche die Geschichte der cisatlantischen Republiknothwendig in ihm erzeugen mußte, hatte ihm der Zufall nochin Westindien Gelegenheit gegeben, die Betrügerei, Falschheit undHabgier einer gewissen Menschenklaffe kennen zu lernen, welcheunseren Nationalcharakter eben nicht in seinem glänzendsten undanziehendsten Kolorite darstellen. Dennoch war er zu geradsinnig,um wissentlich eine Ungerechtigkeit zu unterstützen, und zu ritter-lich, um sogar einen Amerikaner zu unterdrücken.
Jthnel war indes; einem Manne in die Hände gefallen, der nurwenig von de» hohen Eigenschaften des Admirals ausznweisen hatte,sich dafür aber auch von dessen hervorragenderen Schwächen fernehielt — einem Manne endlich, der von eben jenem Geiste des Wett-eifers zwischen den einzelnen Schiffen auf's Innigste beseelt war.
Winchester befolgte natürlich die erhaltenen Befehle. Er ließden Profoß in seiner Hängematte wecken, und befahl ihm, JthnelBolt auf das Quarterdeck zu bringen.
„In Folge der Ereignisse von heute Morgen hat Kapitän Cnffeden Befehl gegeben, dich, Jthnel Bolt, freizulaffen und wieder inden Dienst einznreiheu," begann der Premierlientenaut so laut, daßer von Allen in der Nähe vernommen werden konnte. „Du wirstohne Zweifel eine solche Milde zu würdigen missen und von nnn anmit um so größerem Eifer deinem Dienste obliegen. Vergiß nie,daß du die Raaschlinge so zu sagen schon um den Hals gehabt hast.Morgen früh soll dir Posten und Lagerstätte angewiesen werden."
Jthnel war zu verschlagen, um in diesem Augenblicke zu ant-worten. Er sah recht gut ein, warum er dießmal der Strafe ent-