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Tieft Stille folgte; der sonderbare Umstand selbst, so wie derSchein von Wahrheit, der aus dem ganzen Wesen des Mädchenshervorleuchtete, vereinigten sich, um dieZuhörer mächtig zu ergreifen.
„Der Admiral galt für kinderlos," bemerkte Cuffe halblaut.„Ohne Zweifel war dieses Mädchens Vater die Frucht irgendeiner unregelmäßigen Verbindung."
„Wenn irgend ein Versprechen gegeben oder mir wenige Worteder Anerkennung vor Zeugen gesprochen wurden," murmelte Lyon,„so würde dieß nach den Gesetzen Schottlands über Nachkommen-schaft, und was dahin gehört, ein eben so festes Band zusammen-splissen, als wenn ihr euch in England vor einem der Erzbischöfeverbändet."
„Da wir aber jetzt in Italien sind, so ist es nicht wahrscheinlich,daß hier dieselben Gesetze herrschen- — Vergeht nicht," fuhr derRichter zu Ghita fort, „daß Ihr geschworen habt, Wahrheit, volleWahrheit und nichts als Wahrheit zu sprechen. —Kennt Ihr RavnlIvard, einen Franzmann, Kommandanten des Few-Follet?"
Ghita's Herz begann heftig zu pochen und das Blut schoßihr mit dem Ungestüm tiefer Beängstigung in die Wangen. Sieverstand nichts von Gerichten und der Gegenstand der Untersu-chung war ihr unbekannt. Bald aber folgte diesem Anfall derTriumph der Unschuld; die Reinheit ihrer Seele nnd die Ruheihres Gewissens führten sie allmählig zu der festen Ueberzengung,daß sie keine Ursache habe, wegen irgend eines Gefühles, dasihr Herz bewegte, zu erröthen.
„Signore," sprach sie, die Augen zu Boden schlagend, denndie Blicke des gesammten Gerichts waren auf ihr Antlitz gerich-tet, „ich bin mit Raoul Avard, der Person, deren Ihr erwähnthabt, bekannt; es ist der, der dort zwischen den zwei Kanonensitzt. Er ist ein Franzmann und kommandirt den Lugger, derden Namen Feu-Follet führt."
«Ich wußte wohl, daß wir durch dieses Zengmß Alles heraus-
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