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Der Name verursachte übrigens allgemeines Erstaunen, undBlicke der Ueberraschnng wurden zwischen allen Anwesenden ge-wechselt; die meisten Offiziere des Schiffes, wenn sie nicht geradeDienst hatten, waren nämlich als Zuschauer gegenwärtig.
„Caraccivli!" wiederholte der Untersuchungsrichter mit Nach-druck. „Das ist in Italien ein großer Name. Wollt Ihr damitbehaupten, daß Ihr dem erlauchte» Hause, das diesen Namenträgt, angehört?"
„Ich mache auf nichts Erlauchtes Anspruch, Signore — ichbin blos ein einfaches Mädchen und lebe mit meinem Oheim inden fürstlichen Thürmen des Monte Argentaro."
„Wie kommt es dann, Signorina , daß Ihr den berühmtenNamen Caraccioli führet?"
„Fast möcht' ich behaupten, Mr. Medford," bemerkte Cnffe,natürlich ans englisch, „das junge Mädchen werde wohl selbstnicht wissen, woher sie den Namen bekam. Derlei Dinge werdenin Italien sehr leichtsinnig behandelt."
„Signore," begann Ghita abermals ernsthaft, nachdem sie zu-vor achtungsvoll den Schluß des Kapitäns abgewartet hatte, „ichführe den Namen meines Vaters, wie dieß bei Kindern gewöhn-lich ist. Es ist freilich ein Name, der erst gestern von einer schwe-ren Schmach befallen wurde, mußte ja doch sein Vater den Tau-senden von Neapel zum Spektakel dienen, die seinen greisen Körperan der Raa eines eurer Schiffe baumeln sahen."
„Und Ihr macht also darauf Anspruch, die Enkeltochter jenesunglücklichen Admirals zu sein?"
„So wurde ich gelehrt, mich selbst zu betrachten. Möge seineSeele jene Ruhe finden, welche seine Feinde dem Körper nichtvergönnen wollten! Jener Verbrecher — wofür Ihr ihn ohneZweifel haltet — war meines Vaters Vater, obwohl dieß nurWenige wußten, so lange er als Fürst und hoher Offizier desKönigs geehrt wurde."