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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
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Der Untersnchnngsrichtcr erklärte ihr das Wesen des Eides,den man von ihr verlangte, und ließ ihn dann in seine Händeablegen.

Wäre Ghita weniger überrascht gewesen, oder hätte sie auchnnr im Geringsten die Folgen vorhersehe» können, so würde keinemenschliche Macht sie bewogen haben, sich zn dem Eidschwnrehcrzngcben. Doch von all' der Gefahr wußte sie nichts, nnd sounterwarf sie sich geduldig dem gestellten Ansinnen, küßte vollAndacht das Kreuz, nnd wollte sogar niederknieen, während siedie feierliche Bethenrnng nachsprach.

Für den Gefangenen war dies; ein höchst peinlicher Anblick, daer die Folgen deutlich vor Angen hatte. Doch so tief war seineEhrfurcht vor Ghita's Herzensreinheit und frommem Wesen, daß erweder durch einen Blick noch durch eine Gcberde versuchen mochte,jene heilige Wahrheitsliebe, welche, wie er wohl wußte, die eigent-liche Grundlage ihres Charakters bildete zu erschüttern.

So legte sie also ihren Eid ab, ohne daß irgend Etwas vor-gefallen wäre, das ihre Gefühle bennrnhigt oder ihr einen Be-griff davon gegeben hätte, was wohl das traurige Resultat dieserHandlung sein würde.

Achtzehntes Kapitel.

Nie et niiiquo? Aendern wir die StelleKommt hierher. Gentlemen:

Legt eure Hände aus mein SchwertNnd schwört dei meinem Schwert!

Hamlet.

»Euer Name ist Ghita?" begann der Untersuchungsrichter,in seinen Notizen nachlesendGhita wie weiter?"

Ghita Caraccioli, Signori," antwortete das Mädchen miteiner Weichheit und Anmuth der Stimme, welche ihr Jeden derZuhörer zum Freunde gewinnen mußte.

Der Irrwisch.

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