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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
303
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Klage; aber die Ueberzengung war allgemein vorherrschend, daßjetzt eine Handlung beginnen sollte, welche im Interesse derMenschlichkeit und Gerechtigkeit besser ungeschehen bliebe, oder,wenn sie dennoch vollzogen werden sollte, wenigstens einer passen-deren Form, größerer Ueberlegnng und genauerer Untersuchungbedurft hätte, um so vollzogen zu werden, daß sie zu der Besse-rung anderer Menschen beigetragen hätte.

Die Türken allein ließen auch in ihrer Unterwürfigkeit ihregewöhnliche Apathie bemerken. Diese Diener des Fatums bliebenkalt, obgleich selbst bis zu ihnen das leise Gerücht gedrungenwar, daß eine böse Stimmung ans der Flotte vorherrsche, unddaß ein großer, stolzer Geist von der Leidenschaft überwältigtworden sei, welche oft die größten Helden ihrer Unabhängigkeitund Selbstbeherrschung beraubt.

Ghita hörte ans zu beten, sobald ihr der rauhe Donner desGeschützes zu Ohren drang, und wagte sogar mit überströmen-den Angen nach der Fregatte hinznblicken. Auch Raoul und alleUebrigen starrten nach derselben Richtung.

Die Seeleute unter der Gruppe sahen das Tan am Vvrderraa-Arme sich bewegen und dann langsam einige Köpfe über die Hänge-mattentücher Hervorkommen; in diesem Angenblicke wurde der Ge-fangene mit dem begleitendenPriester der ganzen Länge nach sichtbar.

Der unglückliche Caraccioli hatte wie gesagt seine vollen siebzigJahre nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur verlebt, und seinkahles Haupt zeigte nunmehr die Spuren dieses Alters. Er warohne Obcrkleid; die Arme, an den Ellbogen auf dem Rücken znsam-mengebnndcn, ließen seinen Händen gerade noch so viel Spielraum,daß sie die kleineren Dienste an seiner Person verrichten konnten.Sein Nacken war bloß; der verhängnißvollc Strick, der fest genugdarum geschlungen war, um alle Unfälle zu verhindern, schien dasOpfer beständig an seine empörende Bestimmung erinnern zu wollen.

Unter dem auf den Booten versammelten Volke entstand ein