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leises Gemurmel, als ihnen dieser Anblick vor Angen trat, nndmanches Haupt war znm Gebete niedergebengt.
Der Vernrtheilte schöpfte aus dieser Aenßerung des Mitleideseinen Strahl des Trostes, und schaute einen Augenblick lang miteiner Miene um sich, als ob jene weltlichen Gefühle wieder in ihmaufleben wollten, welche er seit der Stunde, da er von Ghita Ab-schied genommen nnd zugleich erfahren hatte, daß seine letzte Bitte— die festgesetzte Tvdesart zu ändern, abgeschlagen worden — mitaller Anstrengung in seinem Herzen zu vertilgen gestrebt hatte.
Es war ein furchtbarer Moment für einen Mann, der, wieDon Francesco Caraccioli, reich und von hoher Geburt, für seineDienste geehrt nnd an Achtung und Unterwürfigkeit gewöhnt, mittenans dem Schauplätze, der ihn jetzt umgab, so lange Jahre verlebthatte. Nie war ihm das prachtvolle Panorama jenes Golfes solieblich erschienen, als in dem Augenblicke, da es ihm — nnd zwardurch einen gewaltsamen, schmachvollen Tod — für immer entrissenwerden sollte. Von den purpurnen Gebirgen und der tiefklarenHimmelsdecke über ihnen — von dem blauen Gewässer, über demer bereits zu schweben schien — von dem sonnigen Gestade, reichan Städten, Dörfern nnd Weingärten, wandte sich sein Auge nachder Welt von Schiffen, deren jedes von Massen lebendiger Wesenwimmelte. Ein kummervoller Blick des Vorwurfs fiel auf diekleine Flagge, welche eben von dem Besantopp des Foudroyantherüberwehte; dann glitt er auf den Teppich von Gesichtern zuseinen Füßen, der die Oberfläche des Wasserspiegels in eine wo-gende Masse von Menschenköpfen zu verwandeln schien.
Plötzlich zeigte sein Blick Festigkeit, obwohl sich seine Seelenoch in Aufruhr befand. Er hatte Ghita an ihrem Begleiter, sowie an der Kleidung erkannt. Bis an den Rand seines schmalenSchaffotes vorschreitend, suchte er seine Arme nach ihr auszustreckenund ihr nochmals laut seinen Segen hinüber zu rufen. — Dasarme Mädchen sank mitten in dem Boote auf die Kniee, neigte das