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Raoul herangerndert. Vier bis fünf langgczvgene Rnderschläge,wie die Mannschaft auf einem Kriegsschiffe sie zu führen geübtist, — genügten, »m das lange, schmale Boot dem gewünschtenPunkte nahe zu bringen: dann hielten die Leute mit Ruderninne, und der kleine Nachen schaukelte sich zehn Schritte vondes Kapers Boote ruhig auf der Stelle.
Jetzt erst entdeckte Raoul zu seiner Ueberraschnng, daß diebeiden Civilpersonen Niemand anders, als Andrea Barrofaldi undBito Viti waren; sie hatten nämlich Cnffe und Griffin, ihre bei-den Gefährten auf dem Langboot, auf einer Kreuzfahrt begleitet,welche ausdrücklich in der Absicbt, ihn selbst nebst seinem Schiffegefangen zu nehmen — unternommen worden war.
Ein Anderer würde sich in so unmittelbarer Nähe mit seinenFeinden ziemlich unbehaglich gefühlt haben: Raoul Ivard aber wardurch diesen Umstand eher ergötzt als beunruhigt. Er verließ sichauf seine Verkleidung, und war mit solchen Abenteuern viel zu ver-traut, um nicht seine ganze Ruhe und Selbstbeherrschung zn be-wahren. Die beiden Engländer kannte er natürlich nicht; doch wußteer genau, daß sich die Proserpina auf derRhede befand, und konnte alsomit ziemlicher Bestimmtheit deren Identität, so wie die Umstände er-rathen, welche so ungleichartige Genossen zusammengeführt hatten.
Er hatte nicht die Vorsicht gebraucht, sein Gesicht zu verstellen,und die rothe phrygische Mütze, welche er gleich tausend anderenLazzaroni's in der Bai trug, ließ jede Miene, jeden Zug deutlicherkennen. Bei Ghita dagegen war der Fall ganz anders. Siesowohl als ihr Oheim waren den beiden Elbanesern weit besserbekannt, als der Kapersmann; aber Beide hatten das Antlitz instummem Gebete verhüllt.
„Die ganze Geschichte will mir nur halb gefallen, Griffin,"bemerkte der Kapitän, sobald sein Boot still gestanden war, „undvon ganzem Herzen wünschte ich, daß wir nichts damit zn schaffenhätten. Ich kannte diesen alten Caraccioli: er war ein kreuzbraver