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— wenn es überhaupt eine solche ist — durch Theiluahme zulindern, will ich herzlich gerne thnn; doch deine ehrwürdige Ge-stalt leiden zu sehen — davor muß ich zurückbeben!"
„Und was willst du thnn für einen Mann, den du bis zu dieserStunde niemals gesehen? —einen Mann, de» man dir wohl schwer-lich als gerecht, wenigstens gegen dich, geschildert haben kann?"
„Wenn ich dich vor diesem Besuche auch nie sah, Großvater,so habe ich dich dennoch von Kindheit ans geliebt und für dichgebetet. Mein vortrefflicher Oheim lehrte mich frühzeitig diesePflicht ausüben, niemals aber predigte er mir Haß gegen dichoder irgend einen Menschen. Mein eigener Vater ist längst heim-gegangen; das was er dir heute gewesen wäre, das will ich nun-mehr zu sein versuchen. Die Welt gilt mir nichts, und dich wirdder Gedanke trösten, daß ei» Wesen in deiner Nähe weilt, dessenSeele um dich meint, und die sich ganz in Gebet anflösen möchte,um jenseits für dich Verzeihung zu erflehen."
„Und dieses Wesen darf ich erst eine Stunde vor meinem Todekenne» lernen, Vater! Gott züchtigt mich für das Unrecht, dasich an Ghita begangen, indem er mich ihren Werth erst jetzt er-kennen läßt, da es zu spät ist, um mich desselben zu erfreuen. Nein,Ghita, mein theures Kind — ein solches Opfer soll nicht von dirgefordert werden. Nimm dieß Kreuz — es stammt von meinerMutter; auf ihrem Herzen hat es geruht, und lange Zeit Hab' ich'sauf dem meinigen getragen: nimm es als ein Andenken an deinenunglücklichen Großvater, und bete für mich; aber verlasse diesesSchreckensschiff, und laß deine zarte Seele nicht durch einen Anblickerschüttern, der für dein Geschlecht wie für deine Jahre gleichunpassend ist. Mein Segen — ja mein bester Segen sei mit dir,mein Kind! Wollte Gott, ich hätte dich früher gekannt; dochselbst diese späte Erkenntniß deines Werthes hat mein Herz er-leichtert. Du findest in mir einen armen vernrtheilten Verbrecher,der nicht im Stande ist, für deine künftigen Bedürfnisse zu sorgen —