Kriege hatte er flch's zur Gewohnheit gemacht, in solchen Augen-blicken ans dem Verdeck zu sein, um sich mit eigenen Augen zu über-zeugen, was Alles das Gluck über Nacht in seincnBcreich geführt hatte.
„Nun, Mr. Griffin," begann er, sobald er die Begrüßung deswachhabenden Offiziers empfangen hatte, „Ihr habt heute einestille Nacht gehabt. Dort drüben ist die Landspitze von Piombino,wie ich sehe, und hier ans unserer Backbordseite haben wir aber-mals Elba und das kleine Felseneiland. In jetziger Zeit ist dochein Tag gerade wie der andere, besonders für »ns Seeleute."
„Ist das wirklich Euer Ernst, Kapitän Cnffe? — Meiner An-sicht nach hat der heutige Tag seit dem Augenblicke, da wir denSperber »nd sein Convoi wegkaperten, wenigstens dem Logbucheder Proserpina nach, nicht seines Gleichen. Ihr vergeht, Sir,daß wir gestern Abend den Irrwisch zerstörten!"
»Ja, ja — das ist schon Etwas — besonders für Euch,Griffin. Nun, sobald wir Livorno erreichen können, wird Nelsonmit dem nächsten Postschiffe davon hören, und das soll alsbaldgeschehen, so wie ich Gelegenheit gefunden habe, mit dem Volkein Porto Ferrajo zu verkehren. Nach all' Dem, was vorgegan-gen, können wir wohl nicht weniger thnn, als Eurem — ,der Hen-ker hole die Torie's^) — unfern glücklichen Sieg mitzutheilcn."
„Segel ho!" rief der Ausgucker anf der Vormarsraa.
Die beiden Offiziere drehten sich um und schauten nach allenRichtungen ans, bis der Kapitän die übliche Frage stellte:
„Wohinzu?"
„Hier, Sir, dicht an unserem Bord - auf der Backbord-Handund an unserer Luvseite."
„Auf unserer Luvseite! Hol' mich der Teufel, das kann nichtwahr sein, Griffin. Da ist ja nichts als die Insel zu sehe». DerBursche kann doch dieses kleine Eiland nicht für den Rumpf einesSchiffes gehalten haben!"
') vice Vouvewstoio — S. Seite 174, Anm.