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14 (1853) Der Irrwisch oder der Kaper : ein See-Roman
Entstehung
Seite
72
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Jthuel mit sehr schlecht verhehlter Verachtungei, das ist jagerade der Grund, warum wir sie nicht verehren. Da könnteJeder Herkommen und Euch zumuthen, Ihr solltet ihn aubeten undGöheudieuerei mit ihm treiben die schrecklichste aller Sünden,welche jeder achte Christ fliehen muß trotz der Hölle. Lieber wollt'ich noch diese Weinflasche, wcun's sein müßte, als den besten Hei-ligen aus Eurer Pfaffen Büchern aubeten."

Filippo war kein Kasuistiken, sondern ein einfacher Gläubiger,und als daher Jthuel seiner alten Gewohnheit, aus bloßen Flaschenund Krügen zu trinken, zufolge, in demselben Augenblicke das Endeder Bouteille an den Mund setzte, gab der Genueser keine Antwort,sondern hielt die Augen in ängstlicher Spannung auf die Flaschegeheftet, die nach der Länge der Zeit, während der sie der Anderean den Mund hielt, in großer Gefahr zu schweben seinen und gänz-lich leer zu werden drohte für einen Mann von so großer Vorliebefür den Wein, wie Filippo, gewiß kein geringfügiger Umstand.

Das nennt Ihr Wein?" ries Jthuel, indem er inne hielt,um Athem zu schöpfen;da ist doch nicht so viel Granit in einerganzen Gallone, als bei uns in einer einzigen Pinte von nnsermCyber. Ich könnte ein ganzes Faß austrinken, und hinterher erstnoch auf einem Brette marschiren, das gerade so schmal wie EureReligion wäre, Philip-o!"

Diese Worte waren nichtsdestoweniger von einem Blicke derZufriedenheit begleitet, der hinlänglich bewies, wie sehr der innereMensch durch das, was er genossen, erquickt worden war: der hübscheMund schien auf höchst ausdrucksvolle Weise andeuten zu wollen,wie er eigentlich recht wohl wisse, daß er der Kanal gewesen, mit-telst dessen eine so höchst angenehme Communication mit dem Magenstattgesunden habe. Die Wahrheit zu sagen, hatte auch Beue-detta eine Flasche von ihrer bessern Sorte heraufgebracht dasselbeGewächs, von welchem schon dem Vicestatthalter eine Probe ver-abreicht worden war in der That ein so feines und mild ein-